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Mein Qialance Blog-Rückblick 2015

Oh, was war 2015 für ein schönes Jahr! Ich habe hier auf dem Blog sehr viel geschrieben und falls Du nun über die Feiertage etwas Zeit hast möchte ich Dich herzlich zum Stöbern einladen:

Ich habe Dir die allereinfachste Methode, regelmäßig Taijiquan und Qi Gong zu üben verraten. Und wenn wir schon bei einfach sind, wie ist es eigentlich mit der Perfektion für TaijilerInnen?

Ich habe mich gefragt, wie lange es eigentlich dauert, Taijiquan zu lernen? Und reicht es, einmal pro Woche im Kurs zu üben? Und woran Du erkennst Du denn den für Dich am besten geeigneten Taijiquan- oder Qi Gong-Lehrer. Und falls Du noch weiter Deine Erkenntnisse vertiefen möchtest, habe ich auch darüber geschrieben, was Du bei einer Taijiquan Ausbildung bedenken solltest.

Wobei ich bei Probestunden auch schon seltsame Erlebnisse hatte. Um die zu vermeiden habe ich ein paar LehrerInnen in München empfohlen. Und wenn Du zum Unterricht gehst, dann überlege Dir ob und welchen Schmuck Du trägst.

Ich habe darüber geschrieben, dass Du sitzen nur durch sitzen lernst. Über das Stehen habe ich auch geschrieben. Wobei Du in beiden Fällen keine Angst zu haben brauchst, das Falsche zu üben. Denn es geht ja gar nicht darum, JETZT ALLES RICHTIG zu machen.

Ich habe einige Mal vom Welt Tai Chi & Qi Gong Tag geschrieben. Was das eigentlich ist, wo Du Treffen findet und wie es war, dort zu üben. Aber es gibt noch viel mehr Orte, an denen ich schon Qi Gong geübt habe.

Und wenn wir schon beim Form laufen sind: Wie sieht eigentlich eine Pipa aus? Wie kämpft ein Kranich? Wie bildest Du den Vogelkopf?

Es gab auch ein paar theoretische Themen in 2015. Angefangen mit “Was ist Qi” über “Was sind eigentlich die 5 Elemente” bis hin zu wie Du die 5 Elemente in Deiner Qi Gong-Praxis berücksichtigen kannst.

Und vielleicht interessieren Dich ja auch Infografiken über China. Oder die wunderbare Zahl 108.

Natürlich habe ich auch ein paar Bücher vorgestellt:

Oder möchtest Du vielleicht ein Qi Gong-Gedicht lesen?Weißt Du denn überhaupt, warum Du als TaijilerIn auch Qi Gong üben solltest?

Ich gebe es zu, ich habe auch ein wenig über Taijiquan-Videos gelästert… Und ich bin außerdem der Meinung, dass Du als Taijilerin zur Pediküre gehen solltest. Oder zumindest lecker essen solltest, z.B. süßen Hirsetraum. Und ich habe Dir erzählt, wie meine Taijiquan & Qi Gong Traumreise aussehen müsste.

Und falls Du für 2016 noch ein wenig Motivation brauchst, hier, hier und hier sind jeweils 6 Tipps für tägliche Üben von Taijiquan und Qi Gong. Und falls Du es verpasst hast, ich kenne auch das Gegenteil von Ausreden. Und mit Qi Gong-Kugeln lässt sich ja auch gut üben, wenn Du die richtigen Qi Gong-Kugeln findest.

Wenn Du jetzt noch nicht genug Lesefutter hast, dann schau doch mal bei den Top 10 der deutschsprachigen Taijiquan- und Qi Gong-Blogs rein! Die Blogger Martin Bödicker und Jörg Roth habe ich schon interviewt. Oder Du engagierst Dich beim Freundeskreis Qigong und Taijiquan.

Außerdem hat es 2015 noch eine große Neuerung gegeben: Qialance gibt es jetzt auch auf Englisch! Schau doch mal vorbei: www.Qialance.com!

Ich wünsche Dir ein herrliches Jahr 2016.

Lass Dein Qi fließen!

Angelika

 

Meine Taijiquan & Qi Gong Traumreise (Blogparade)

Heute nehme ich Dich mit auf eine Traumreise. Auf meine ganz persönliche Taijiquan und Qi Gong Traumreise. Bei dieser Traumreise gibt es keine Limits. Die Finanzen spielen keine Rolle und auch der Zeitfaktor wird gnadenlos vernachlässigt.

Los geht’s.

Ich fliege von München aus in ein Land, in dem es einigermaßen warm ist. So, dass man sich im T-Shirt gut draußen bewegen kann. Mein Ziel ist eher bewaldet, denn ich bin ein Schattenkind.

Angekommen im Hotel werde ich direkt freundlich mit einem heißen Getränk begrüßt, ich nehme gerne Ingwertee. Auch auf meinem Hotelzimmer steht ein Wasserkocher, so dass ich mir immer warmes Wasser machen kann, vielleicht liegt da sogar ein wenig frische Minze.

Überhaupt, das Hotelzimmer! Es gibt ein großes Bett, eine Badewanne, einen Balkon mit bequemen Möbeln. Außerdem gibt es eine kleine Meditationsecke. Ein gemütliches Sofa, aber auch einen richtigen Schreibtisch mit gutem Stuhl, damit ich vernünftig schreiben kann. (Auch interesant ist, was NICHT im Zimmer vorhanden ist: Fernseher, WLAN, Zeitschriften, Zuckerkram!).

Denn das gesamte Essen im Hotel ist zuckerfrei. Ich kann also hemmungslos alles essen was mich anspricht. Es gibt zu jeder Mahlzeit warmes Essen (Suppen! Gemüse! Gewürze!) und davon VIEL.

Und es wird selbstverständlich auch VIEL Taijiquan und Qi Gong angeboten. Die LehrerInnen kommen aus der ganzen Welt (auch ein paar bekannte Namen sind dabei).

Ich entscheide mich für eine Kurzform, für das 8 Brokate Qi Gong (das wollte ich schon immer mal lernen) und für eine Fächer-Form. Die Kurse sind mehrtägig, die Zeit zum intensiven Üben ist also gegeben. Hinzu kommen noch morgens und abends schöne Meditationen.

Die Übungsräume sind wunderbar schlicht. Es ist genug Platz für die 10-15 Leute, die sich zu jedem Kurs treffen. Und bevor ich es vergesse zu erwähnen: auf dem Weg zum Kalligraphie-Raum (!) liegt ein kleiner Platz, an dem sich alle treffen, die gerade mal Lust auf Push Hands haben. Man sieht aber auch viele Paare, die sich einfach irgendwo auf den Rasen stellen.

Das Abendprogramm ist sehr einfach. Viele gehen nach dem Abendessen auf ihr Zimmer (= in die Badewanne). Aber es gibt auch eine Bibliothek mit kleiner Bar, in der Eiswürfel allerdings verboten sind. Und natürlich ist da noch der kleine Kinosaal, in dem aber nur lustige Laurel & Hardy-Filme laufen, an manchen Tagen auch was mit Jackie Chan.

Nachdem ich ein paar Wochen an diesem wunderbaren Ort verbracht habe, fliege ich voller Qi zurück nach Hause. Das war eine herrliche Taijiquan und Qi Gong Traumreise!

Angelika

 

P.S.: Falls Du mich jetzt fragst: “Und was ist mit Deinem Mann und den Kindern?”… Ähm, ja, da war was. Also ergänze ich meine Traumreise noch um einen tollen Kinderbereich mit riesiger Spiderman-Kletterhalle und gigantischer Puppenküche. Und für meinen Mann wünsche ich mir ein paar mittelalterliche Burgen in Laufnähe.

P.P.S: Dieser Blogpost ist Teil einer Blogparade von SOS-Fernweh. Wenn Du noch mehr Traumreisen lesen möchtest, dann schau doch mal hier!

 

Schmuck im Taijiquan- & Qi Gong-Unterricht

Ich habe mal eine Taijiquan- und Qi Gong-Lehrerin kennengelernt, die von ihren SchülerInnen erwartet hat, dass sie beim Unterricht sämtlichen Schmuck abnehmen. Inklusive Ehering!

Ich persönlich finde, der Ehering kann dranbleiben, aber trotzdem möchte ich Dir ein paar Gründe nennen, warum es doch sinnvoll ist, möglichst ohne Schmuck zu üben.

Stell Dir mal vor, neben Dir steht eine Person mit so Qialance_Schmuck_Taiji_QiGongeinem Armband oder ganz vielen kleinen Armbändern. Und ihr macht jetzt eine schöne Qi Gong-Übung, Du schließt die Augen und genießt. Du versuchst, Deinen eigenen Rhythmus zu finden, aber irgendwie ist da immer dieses feine klack-tsching-klack-tsching-klack-tsching. Statt in Deinen eigenen Rhythmus zu finden, nimmst Du quasi automatisch den Armbänder-Rhythmus an. Schade, oder? Es wäre doch viel schöner, wenn die Person neben Dir die Armbänder abnehmen würde und jedeR im eigenen Rhythmus die Übung genießen könnte. Du selbst merkst vielleicht nicht mehr, wie “laut” Dein Schmuck ist. Ein Grund den Schmuck abzunehmen ist also, Dir und den anderen eine ruhige Zeit zu gönnen.

Hinzu kommt, dass ein eng anliegendes Schmuckstück den Qi-Fluss stören kann. Vor allem wenn es aus Metall ist und einen Ring bildet. (Das ist auch der Grund, warum die anfangs erwähnte Lehrerin keinerlei Schmuck duldet.) Oder anders gesagt: Warum ziehst Du Dir denn ein lässiges T-Shirt, eine weite Hose und bequeme Socken an, aber Dein Handgelenk schnürst Du mit einer Uhr ab? Zumal Du im Unterricht eh nicht auf die Uhr zu schauen brauchst, Dein Lehrer wird es Dir schon sagen, wenn die Unterrichtszeit vorbei ist 😉 .

Wenn Du Taijiquan machst, gibt es noch einen weiteren Grund, warum Du Deinen Schmuck ablegen solltest. Taijiquan ist eine Kampfkunst und üblicherweise werden Dir auch die Anwendungen erklärt oder ihr übt Push Hands. Dabei ist Schmuck ein Verletzungsrisiko.

Es ist es auch viel schwieriger, jemanden am Armgelenk zu fassen und eine Anwendung zu zeigen, wenn da lauter Armbänder und Uhren und Freundschaftsbändchen hängen. DeinE LehrerIn wird also eher jemanden ohne Schmuck aussuchen, dabei ist es doch toll, wenn man eine Anwendung selber erfahren kann!

Ich finde, dass beim Push Hands auch Ketten stören. Die baumeln dann irgendwie immer da rum und es ist schwieriger, sich auf den Partner und die Bewegung zu konzentrieren.

Mein Fazit ist: ich trage selber sehr gerne Schmuck, aber eben nicht im Unterricht. Und deshalb möchte ich dich ermuntern, im Taijiquan- und Qi Gong-Unterricht so wenig Schmuck wie möglich zu tragen.

Oder wie siehst Du das? Wie wird das in Deinem Unterricht gehandhabt?

Lass Dein Qi fließen!

Angelika