Die 5 Elemente und ihre Bedeutung für Deine Qi Gong-Praxis

Vor einiger Zeit habe ich schon mal erklärt, was eigentlich die 5 Elemente sind. Nämlich Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

Qialance_5 ElementeAber warum solltest Du Dich überhaupt damit beschäftigen, wenn Du Qi Gong übst? Wäre die Zeit nicht besser genutzt, wenn Du einfach eine Übung machst statt hier über die 5 Elemente was zu lesen?

Ich finde, beim Qi Gong geht es doch auch darum, sich selbst kennenzulernen. Zu merken, was mir gerade besonders gut tut oder wo es noch “hakt”. Und deshalb beschäftige ich mich damit, wie es in mir und meinem Körper aussieht (= mein Mikrokosmos), aber auch, wie die Welt um mich herum ist (= mein Makrokosmos).

Die alten Chinesen hatten eine etwas andere Sicht auf den Mikro- und Makrokosmos als wir. Während wir heute gerne von Atomen, Molekülen etc. sprechen, nehmen sie Yin & Yang und die 5 Elemente. So erklärten sie sich eben die (menschliche) Natur – und in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt das bis heute.

Alles kann Yin & Yang zugeordnet werden (Tag & Nacht, Hitze & Kälte). Wenn ich nun mein Leben besonders gut an die Natur anpassen möchte, dann sollte ich auch mein Leben an Yin & Yang anpassen. Tags bin ich wach, nachts schlafe ich. Im Sommer bin ich aktiv, im Winter ruhe ich.

Das sind allerdings sehr allgemeine Angaben. Doch es geht auch konkreter, nämlich wenn ich mir die 5 Elemente ansehe. Dann unterscheide ich im Laufe eines Jahres nicht nur zwischen Sommer (Yang) und Winter (Yin), sondern zwischen Frühling (Holz – kleines Yang), Sommer (Feuer – großes Yang), Spätsommer (Erde – Mitte), Herbst (Metall – kleines Yin) und Winter (Wasser – großes Yin).

So kann ich mir noch genauer überlegen, wie ich mich das ganze Jahr über an die Natur anpasse. Wenn Du Dich also ein wenig mit den 5 Elementen auskennst, kannst Du dieses Wissen für Deine Qi Gong-Praxis nutzen.

Im Frühling könntest Du besonders gut Übungen zum “aufwärmen” und (aus)dehnen machen. So wie auch die Natur aufwacht und sich reckt und streckt. Im Sommer kannst Du besonders aktiv sein mit Übungen, die Dich sehr bewegen. Im Spätsommer geht es darum, dass Du Dich gut nährst. Übungen für Milz und Magen sind dann besonders hilfreich. Im Herbst kann Du nochmal richtig alles einsammeln, um dann im Winter zur Ruhe zu kommen.

Das Wissen um die 5 Elemente hilft Dir also, Deine Übungspraxis besonders gut an Deine aktuelle Situation anzupassen. Du kannst in Dich hineinspüren, welche Übungen Dir gerade besonders gut tun könnten. Und Du kannst nach draußen sehen was um Dich herum geschieht und was dazu passen würde.

Ich selber finde es auch angenehm, meine Übungen von Zeit zu Zeit zu ändern. Zum Einen, weil sich Mikro- und Makrokosmos eben permanent ändern. Außerdem ist es dann abwechslungsreicher! Und die 5 Elemente sind eben ein guter Anhaltspunkt, welche Qi Gong-Übungen gerade gut sein könnten.

Lass Dein Qi fließen!
Angelika

P.S.: Wenn Du mehr über die 5 Elemente lesen möchtest empfehlen ich Dir diese Bücher: Fünf Elemente und Zwölf Meridiane oder Was ist Akupunktur (darüber habe ich auch schon eine Buchempfehlung geschrieben). Oder Du schaust Dir mal mein Arbeitsbuch TCM für TaijilerInnen an!

 

4 Gedanken zu „Die 5 Elemente und ihre Bedeutung für Deine Qi Gong-Praxis

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